9/15

Ein Musiklehrer trifft auf zwei seiner ehemaligen Schüler, und man gründet eine Band, die man deshalb UNIFIED nennt. So einfach ist das Leben manchmal. UNIFIED präsentieren auf ihrer ersten EP "Welcome To The Shadowland" klassischen Heavy Metal mit einer ordentlichen Portion Epic Metal.

 

So erinnern die eröffnenden Leads des Titeltracks spontan an While Heaven Wept, während sich Sänger Markus Hager (der Lehrer) gesanglich ein wenig an der Art, wie Atlantean Kodex-Fronter Markus Becker singt, orientiert. Auch qualitativ, was bedeuten soll, dass hier noch Luft nach oben ist. Als völlig überflüssig erweisen sich die eingestreuten Growls, die überhaupt nicht zur Musik passen, auch wenn damit der Herrscher des Schattenlands dargestellt werden soll. Der Song beginnt im Midtempo und wirkt zunächst etwas holprig, auch weil er sehr einfach strukturiert ist. Über einen flotten Mittelpart geht es in einen ruhigen Teil mit Flüstergesang und einem Dialog mit der Growl-Stimme. Hier wäre die korrigierende Hand eines Produzenten vonnöten gewesen. Besser sieht es dann beim folgenden 'Turn On Your Heart' aus, einer melodischen Midtempo-Nummer mit gutem, pathetischem Refrain. Flotter und härter stellt sich 'Tyrant' dar, allerdings vernimmt man auch hier wieder die deplatzierten Growls. Darüberhinaus ist der Song aber ganz ordentlich und hat ein prima Solo zu bieten. Eine gut gesungene Ballade mit dem schwülstigen Titel 'Land Of Feelings' macht den Abschluss. „Welcome To The Shadowland” ist ein ganz passabler Vorgeschmack auf das erste Album, das in Arbeit ist und 2012 erscheinen soll. Bis dahin kann man sich auf der gut gemachten Homepage unter www.unified-metal.de auf dem Laufenden halten.

Dieses Review verfasste Andreas Schulz | Ausgabe 01/2012 | www.legacy.de