Jenseits der Grenzen des alten Kontinents hat Deutschland eine unumstrittenes Position der Macht im Hinblick der Entwicklung des Heavy Metal. Furchtlos vor den Meinungen Englands und dessen rebellischen Sohn, den USA, haben deutsche Musiker in den letzten Jahren immer wieder bewiesen das sie eine eigene musikalische Sprache sprechen. Neue Ausnahmetalente kommen immer wieder entlang des Rheins hervor.

 

Unified - eine Band formiert von Markus als Sänger und Lead-Gitarrist, Chris an der Rhythmus-Gitarre und den Growls, Thomas am Bass und den Backing Vocals und Semmel am Schlagzeug - lassen sich ohne zu übertreiben, in diese Reihe aufnehmen. 2010 gegründet, nach einem zufälligen Wiedertreffen von Chris und Markus, ehemalig Schüler und Lehrer, hat diese Band ihr Debüt mit dem Release dieser EP, die als Vorläufer für das in 2012 geplante Album erschienen ist. Was ist das Markante das sich durch "Welcome to the Shadowland" zieht und den Stil der Band definiert? Ein feiner und scharfkantiger Melodic Metal, mit traditionellen Einflüssen und dem Mut zu modernen, extremeren Gesangsstilen. Es ist im Track "Tyrant", in dem die Band eine Grenze erkundet, die sie nahe an den Melodic Death heranbringt. Ein bisschen Children of Bodom und Arch Enemy um mal einen Eindruck zu vermitteln. Die Basis bleibt jedoch im faszinierendsten Heavy Metal.

Die schnellen Soli, sauber eingebettet in den musikalischen Hintergrund, zeigen während des längeren Tracks dieser EP die Fähigkeit, unglaublich elektrifizierende sowie viele verschiedene Stimmungen zu kreieren: Manchmal düster und dunkel, ein andermal strahlend mit Hilfe der Melodien. Das ist das, was einen während der 4 Tracks überwältigt, die eine Art Einleitung für eine Band darstellen, die mit dem notwendigen Potential andere zeitgenössische Bands in den Schatten stellen kann. "Turn on your Heart", in eine epische Atmosphäre gehüllt, ist wohl der Song der am meisten an den 80er Jahre Sound erinnert, in Form eines kuriosen Mix aus Manowar und Virgin Steele. Zum Schluss wird Unified in "Land of Feelings" von Markus Wagner als Gastsänger unterstützt. Durch diesen Midtempo-Song scheinen einige der Piano-Stücke an Avantasia zu erinnern, mit einem Duett das eines jeden Aufmerksamkeit auf sich zieht. Einfach aber effektiv, öffnet "Welcom to the Shadowland" allen Generationen von Metal Fans seine Tore. Willkommen in einer Wellt voll Schatten, wo das Böse regiert...

Dieses Review wurder verfasst von Manuela Expósito und übersetzt von Thomas. | www.latinmetal.net