4/5

Aus dem schönen Frankenland kommen UNIFIED, deren großen Vorbilder wohl u.a. auch BLIND GUARDIAN zu sein scheinen, was nicht abwertend zu verstehen sein soll.

6/10

Vier auffallend abwechslungsreich gestaltete Tracks, die sich auf eine Gesamtspieldauer von knapp über 23 Minuten erstrecken, bieten Unified hier dar. „Welcome To The Shadowland“ ist das erste offizielle Lebenszeichen von Unified. Und die in lobenswerter Eigenregie auf die Beine gestellte EP-Scheibe ist auf gerade mal 250 Einheiten limitiert, sympathische Underground-Attitüde eben. Das 2010 aus dem schwermetallischen Taufbecken empor gehievte Quartett aus dem oberfränkischen Selbitz achtet dabei sehr auf ausgefeilte und natürlich belassene Melodien, welche schön zweckdienlich ins Songmaterial verbaut wurden. Zu kategorisieren ist der überwiegend in mittleren Tempi gehaltene Vortrag des hörbar beflissen agierenden Newcomer-Vierers am ehesten als klassisch facettierter Melodic Heavy Metal.

9/15

Ein Musiklehrer trifft auf zwei seiner ehemaligen Schüler, und man gründet eine Band, die man deshalb UNIFIED nennt. So einfach ist das Leben manchmal. UNIFIED präsentieren auf ihrer ersten EP "Welcome To The Shadowland" klassischen Heavy Metal mit einer ordentlichen Portion Epic Metal.

Das Quartett aus dem süddeutschen Selbitz hat sich dem kompromisslos-klassischen Heavy Metal verschrieben und versteht diesen Vier-Tracker (23:11 Min.) als Vorboten für das Anfang nächsten Jahres geplante offizielle Debüt. Dabei können die vier Buben bereits jetzt mit einer faszinierend filigranen, NWOBHM-affinen Gitarrenarbeit, einer superben epischen Hymne wie 'Turn On Your Heart' und der Piano-Halbballade 'Land Of Feelings' beeindrucken. Allerdings bestehen noch Reserven in der Gesangsarbeit: Die gelegentlich eingestreuten Death Metal-Shoutings kommen eher klischeehaft nach dem Motto "Ist ja heutzutage angesagt!" rüber, als dass sie die Kernkompetenz der Jungs (eben den Spagat zwischen eisern-jungfräulichen Gitarren, Manowar-verdächtiger Epik und US-Power Metal à la Omen) originell unterstreichen. Hier wird ein fähiger Produzent aber bestimmt eingreifen.

Dieses Review verfasste Andreas Schöwe | Ausgabe November 2011 | www.metal-hammer.de

Erst 2010 fanden die vier Jungs von UNIFIED zusammen, 2011 gibt es aber schon ein erstes Lebenszeichen: Die EP „Welcome to the Shadowland“. Wie Bandname, Albumtitel und Artwork schon andeuten, erwartet uns hier eine Ladung reinsten Melodic/Power Metals; das ist aber nicht alles: Um noch etwas mehr Abwechslung reinzubringen, bindet der Franken-Vierer stellenweise harsches Growling sowie thrashige bis todesmetallische Instrumentierung ein.

Jenseits der Grenzen des alten Kontinents hat Deutschland eine unumstrittenes Position der Macht im Hinblick der Entwicklung des Heavy Metal. Furchtlos vor den Meinungen Englands und dessen rebellischen Sohn, den USA, haben deutsche Musiker in den letzten Jahren immer wieder bewiesen das sie eine eigene musikalische Sprache sprechen. Neue Ausnahmetalente kommen immer wieder entlang des Rheins hervor.

6.5/10

Nachdem sich viele deutsche Newcomer-Truppen der letzten Monate dem Death- und Black-Metal gewidmet haben, ist der nun folgende Beitrag eine wahre Erfrischung. Bei UNIFIED stehen ausschließlich Melodien, klare Gesangspassagen und eine leidenschaftliche Darbietung im Vordergrund, sodass Freunde des europäischen Melodic-Metals hier durchaus ihre Freude haben werden.

7/10

Es ist immer wieder erfrischend, dass der Nachwuchs des Metaluntergrundes sich nicht nur durch Härte und Aggressivität hervortut, sondern auch hin und wieder eine neue Kapelle aus dem Power Metal-Sektor hervorschlüpft. Und noch erfreulicher ist es, wenn solch eine Band schon mit ihrem ersten Output anzudeuten weiß, dass man eine eigene Richtung zu beschreiten gedenkt.

6/10

Sphärische Gitarrenklänge, gefühlvoll dargeboten und von entsprechender Wirkung, leiten diese Scheibe ein, um uns im "Shadowland" willkommen zu heißen. Noch während des Willkommensgrußes steigert die Band aber binnen kurzer Zeit gehörig das Tempo, und der Opener gedeiht zu einer heftigen Komposition, die neben derben Gesangspassagen Melodiebögen in skandinavischer Bauart, aber auch feine melancholische Untertöne zu bieten hat.